Der Mont Blanc - 4810 Meter
Orte: Courmayeur
Im Aostatal befindet sich der höchste Gipfel der Alpen und Westeuropas.
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Routenbeschreibung
Die Mont-Blanc-Kette ist die berühmteste der Alpen und die höchste Europas, mit 40 Gipfeln über 4.000 Metern und einem ausgedehnten Gebiet, das nicht unter 3.000 Meter sinkt.
Der Hauptgipfel ist der Mont Blanc (4.810 m), der die Grenze zwischen Italien und Frankreich markiert, zwischen den Grajischen und den Walliser Alpen. Die italienische Seite erscheint als steile Wand, während die französische Seite sanfter abfällt. Geologisch besteht der Mont Blanc aus einem Granitkern, der von metamorphen Gesteinen (Gneis, Glimmerschiefer und Kalkschiefer) umgeben ist. Über 3.000 Metern ist er mit einer dauerhaften Schnee- und Eiskappe bedeckt, aus der große Gletscher entspringen, darunter auf der italienischen Seite der Miage- und der Brenva-Gletscher. Der Col du Géant (3.359 m) ist der niedrigste und schwierigste Pass.
Mächtige Gletscher fließen vom Massiv hinab, von 4.000 Metern bis auf 1.300–1.400 Meter Höhe, mit Längen bis zu 20 km. Auf der italienischen Seite ragt die elegante Aiguille Noire de Peuterey (3.773 m) hervor, entlang deren Grat einer der berühmtesten und anspruchsvollsten Alpinrouten verläuft: der Peuterey-Grat, der über 6 km bis zum Gipfel führt.
Weitere berühmte Gipfel der Kette:
Dente del Gigante, eine 160 m hohe Felsspitze, 1882 erstmals mit künstlichen Hilfsmitteln bestiegen
Grandes Jorasses, mit sechs Hauptgipfeln, fünf über 4.000 m, und einem ein Kilometer langen Gipfelgrat
Mont Dolent (3.820 m), ein pyramidenförmiger Gipfel am Dreiländereck Frankreich–Italien–Schweiz.
Die Eroberung des Gipfels
Die ersten Versuche gehen auf 1741 zurück, als die Engländer Pococke und Windham den Mer-de-Glace-Gletscher erkundeten. 1761 umrundete der Schweizer Naturforscher De Saussure den Mont Blanc und setzte eine Belohnung für den Erstbesteiger aus. Am 8. August 1786 gelang Jacques Balmat und Michel Paccard die erste Besteigung über die französische Seite. Der erste Aufstieg über die italienische Seite erfolgte 1865 durch den Engländer Moore und drei Gefährten.
Moderne Infrastrukturen
1957 wurde die erste Seilbahn von La Palud nach Punta Helbronner (3.462 m) und zur Aiguille du Midi fertiggestellt und verband Italien mit Chamonix. Heute bietet die moderne Skyway Monte Bianco dieselbe Strecke mit Spitzentechnologie und atemberaubenden Ausblicken. Am 16. Juli 1965 wurde der Mont-Blanc-Straßentunnel (11,6 km) eröffnet, eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Italien und Frankreich.