Fotoausstellung: Sebastião Salgado – Gletscher
Orte: Bard
Spazio Le Cannoniere - Forte di Bard
Die Ausstellung kann an den Öffnungstagen der Festung Bard besucht werden:
- Dienstag–Freitag: 10.00–18.00 Uhr
- Samstag, Sonntag und Feiertage: 10.00–19.00 Uhr
- Montag: geschlossen
- Täglich geöffnet vom 27. Juli bis 6. September 2026
- Vollpreis: 15,00 €
- Ermäßigter Preis: 12,00 € (über 65 Jahre und 19–25 Jahre)
- Freier Eintritt: Inhaber der Abbonamento Musei Piemonte Aostatal und der Abbonamento Musei Lombardia Aostatal; Inhaber der Forte-di-Bard-Membership-Card; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
- Das Ticket beinhaltet den Eintritt zu zwei weiteren Ausstellungsbereichen nach Wahl
Fast ein Jahr nach seinem Tod würdigt die Festung Bard das Werk des großen brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado mit einer Auswahl von Fotografien, die den bedeutendsten Gletschern der Welt gewidmet sind. Bekannt für seine Schwarz-Weiß-Aufnahmen, hat Salgado in den letzten Jahren seine Arbeit auf die Dokumentation eines der eindrucksvollsten und zugleich gefährdetsten Ökosysteme der Erde konzentriert: das der ewigen Schneefelder.
Die Ausstellung Glaciers, kuratiert von Lélia Wanick Salgado und in Zusammenarbeit mit Contrasto produziert, zeigt 54 großformatige Fotografien, ergänzt durch eine Video-Hommage und einen umfangreichen biografischen Bereich. Das Projekt bietet eine wichtige Gelegenheit, sich mit der Poetik des Künstlers auseinanderzusetzen und zugleich eines der dringendsten Themen unserer Zeit zu thematisieren: den Klimawandel – ein Bereich, dem die Festung Bard seit Jahren Initiativen zur wissenschaftlichen Vermittlung widmet.
Sebastião Salgado (1944–2025) war nicht nur Fotograf, sondern ein unermüdlicher Zeuge der Gegenwart. Mit einem humanistischen und engagierten Blick dokumentierte er die sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen des Planeten und richtete in diesem Projekt seine Kamera auf die fragile Schönheit der Gletscher. Seine Aufnahmen, entstanden an ikonischen Orten wie der Antarktis, Patagonien, dem Himalaya, Kanada und Russland, vermitteln ein Naturerbe von außergewöhnlicher visueller Kraft.
Neben der künstlerischen Dimension regt die Ausstellung zur Auseinandersetzung mit der Klimakrise an: Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verzeichnen wissenschaftliche Messungen einen stetigen Rückgang der Gletschermassen mit weitreichenden ökologischen, kulturellen und sozialen Folgen. Gletscher sind von zentraler Bedeutung für das Erdklima und den Wasserkreislauf und sichern lebenswichtige Wasserressourcen für Milliarden von Menschen. Mit diesem neuen visuellen Tribut ruft Salgado erneut dazu auf, sich der dringenden Notwendigkeit bewusst zu werden, die verletzlichsten Ökosysteme unseres Planeten zu schützen.