Grigory Gluckmann. Tra luce e grazia
Orte: Aosta
MAR – Regionales Archäologisches Museum
Zum ersten Mal in Italien ist eine retrospektive Ausstellung Grigory Gluckmann, einem amerikanischen Maler belarussischer Herkunft, gewidmet. Die Ausstellung präsentiert 35 Gemälde, die den Werdegang eines raffinierten Künstlers nachzeichnen, der zwischen Europa und den Vereinigten Staaten tätig war und moderne Malerei mit der großen Tradition der Vergangenheit zu verbinden wusste.
Die Ausstellung Grigory Gluckmann. Zwischen Licht und Anmut gliedert sich in fünf thematische Sektionen: Cafés und Interieurs, Kindheit, Tanz, Echo des Klassischen und Fragmente des Lebens. Die Werke führen die Besucher durch Alltagsszenen, weibliche Figuren und intime Momente und bieten einen tiefen und menschlichen Blick auf das Leben und die Emotionen.
Grigory Gluckmann wurde 1898 in Polotsk geboren. Nach seinem Studium in Moskau lebte er in Berlin und hielt sich 1924 in Italien auf, insbesondere in Florenz. Dort entdeckte er die Malerei der Renaissance und begann auf Holztafeln zu arbeiten, eine alte Technik, die er während seiner gesamten Karriere beibehielt. Im selben Jahr zog er nach Paris, wo er mit internationalen Künstlern in Kontakt kam und wichtige Anerkennungen erhielt.
In den 1930er Jahren malte er Cafés, Pariser Straßen, Ballettszenen und weibliche Akte. Seine Werke zeigen häufig Momente des Wartens und der Reflexion, in denen die Figuren in ihrer Fragilität dargestellt sind.
Während des Zweiten Weltkriegs emigrierte er in die Vereinigten Staaten, wo er zwischen New York und Los Angeles lebte und weiterhin erfolgreich ausstellte. Er starb 1973. Sein von Reisen und Migration geprägtes Leben spiegelt sich in einem intimen und zeitlosen Werk wider, das diese Ausstellung neu entdecken lässt.